Nachhaltige Werbeartikel – worauf Unternehmen achten sollten
Immer mehr Kunden und Mitarbeitende erwarten, dass auch Werbeartikel verantwortungsvoll produziert sind. Ein nachhaltiges Geschenk zahlt auf Ihre Marke ein – vorausgesetzt, es wird lange benutzt und die Umweltaussagen sind belegbar.
Die wichtigsten Materialien
- Recycelter Kunststoff (rPET) – z. B. Taschen und Trinkflaschen aus recycelten PET-Flaschen.
- Bio-Baumwolle – idealerweise mit GOTS-Zertifizierung.
- FSC-zertifiziertes Papier und Holz – für Notizbücher, Stifte und Verpackungen.
- Edelstahl und Glas – langlebig und gut recycelbar.
- Kork und Bambus – nachwachsend. Achtung: Geschirr aus Bambus-Melamin-Mischungen ist in der EU nicht zulässig.
Nachhaltig heißt vor allem: lange benutzt
Der größte Hebel ist die Nutzungsdauer. Eine hochwertige Trinkflasche, die jahrelang im Einsatz ist, ist nachhaltiger als zehn Einweg-Giveaways – und Ihr Logo bleibt die ganze Zeit sichtbar.
Vorsicht bei Umweltaussagen
Mit der EU-Richtlinie 2024/825 („Empowering Consumers“) werden allgemeine Umweltaussagen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ ohne nachweisbare Grundlage ab dem 27. September 2026 unzulässig. Wenn Sie auf Werbeartikeln oder in Kampagnen mit Nachhaltigkeit werben, sollten Sie sich auf konkrete, belegbare Merkmale stützen – etwa „aus 100 % recyceltem PET“ oder ein anerkanntes Siegel.
Checkliste
- Wird der Artikel wirklich gebraucht und lange benutzt?
- Ist das Material zertifiziert oder nachweisbar recycelt?
- Passt das Druckverfahren (z. B. Lasergravur ohne Farbe)?
- Ist die Verpackung reduziert?
Steuerlich gelten für nachhaltige Werbeartikel die gleichen Grenzen wie für alle Geschenke: Firmengeschenke steuerlich absetzen.
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Hinweis: Diese Übersicht dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuerberatung. Stand: Oktober 2026.